Interviews

Orkus 05/13

Mäzenatentumult

Asp: Hallo WoLand. Wenn du die Musik von TAINA in einem Satz beschreiben sollst, wie würdest du das machen?
- Die Musik von TAINA ist unsere Interpretation von Industrial Rock: eingängig, melodiös, expressiv und tanzbar.

Asp: Einige Leute haben natürlich die Musik von TAINA nun schon mal durch das Mäzenatentumult kennengelernt, trotzdem würde ich mich freuen, wenn du folgenden Satz vervollständigst: TAINA könnte etwas sein für Fans von...
- Skinny Puppy, Nine Inch Nails, Rammstein, The Prodigy.

Asp: Habt ihr mit eurer Band in der Vergangenheit versucht, Live-Auftritte zu absolvieren? Welche Erfahrungen habt ihr da gemacht?
- Wir haben es nicht nur versucht, wir haben es sogar geschafft. ;-) Da wir alle schon mit anderen Bands Liveerfahrungen sammeln konnten, ist das Auftreten an sich nichts Neues für uns. Jedoch ist es natürlich schon so, dass wir mit TAINA noch relativ wenige Konzerte gespielt haben. Dabei waren unsere Erfahrungen bisher sehr positiv. Es ist schön zu sehen, dass wir mit unserer Musik und Show in der Lage sind das Publikum zum Abgehen zu bewegen.

Asp: Durch soziale Netzwerke und Onlineplattformen scheint es immer leichter zu sein, sich und seine Musik anderen Menschen zu präsentieren. Wie siehst du das – wie leicht oder schwer ist es, aus der Masse herauszuragen?
- Das Präsentieren der eigenen Musik ist sicherlich durch diese Plattformen einfacher geworden, aber dadurch wird man auch mit viel mehr Bands konfrontiert als früher. Es gibt gewissermaßen keinen Filter mehr zwischen Bands und breiter Öffentlichkeit. Die Leute sind übersättigt und reagieren reservierter, wenn sie von einer Band über eine Internetplattform erfahren. Es ist also einfacher Leute zu erreichen, aber schwieriger ihr Interesse zu wecken, geschweige denn sie über längere Zeit als Fans zu binden.

Asp: Ihr habt in diesem Jahr schon zwei Konzerte in Russland gespielt, nämlich in Sankt Petersburg und in Moskau. Wie kam es dazu, und welche Erfahrungen habt ihr dort machen dürfen?
- Wir haben befreundete Bands in den beiden Städten und haben mit ihnen Austauschgigs organisiert. Unsere Erfahrungen waren überwiegend positiv. Das Publikum hat uns sehr gut aufgenommen und wir konnten noch ein paar Tage Urlaub in Russland anhängen.

Asp: Seit 2012 gibt es eure erste EP Illusion zu hören. Man kann sie auf eurer Website kostenlos downloaden. Wie war die Resonanz bisher?
- Ja, das ist richtig. Wir haben uns dazu entschlossen, Leuten die sich für uns interessieren, unsere Musik in dieser frühen Phase der Band frei zugänglich zu machen. Es ist also jeder herzlich eingeladen auf www.tainamusic.de mal reinzuhören. Die Resonanz ist entsprechend unseres noch relativ geringen Bekanntheitsgrades aber sehr gut.

Asp: Was würdest du dir wünschen, als Künstler erreichen zu können?
- Wir würden uns gerne durch gute Musik einen Namen machen und an vielen Orten auf der Welt auftreten.

Asp: Was sind konkret eure nächsten musikalischen Pläne? Wie werdet ihr die hoffentlich lang anhaltende Aufmerksamkeit geschickt in kreative Energie umsetzen?
- Wir haben gerade angefangen, unsere erste CD aufzunehmen, außerdem sind Konzerte in Deutschland, Luxemburg und Schweden geplant. Im Herbst diesen Jahres soll dann eine längere Tour folgen. Die Planungen dazu laufen bereits.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen: Ich wünsche dir und deinem Projekt alles erdenklich Gute.
-Vielen Dank an ASP für die Auftrittsmöglichkeit und Danke dir für die Fragen. Wir freuen uns schon sehr auf das Konzert und werden unser Bestes geben!


Rotenburger Kreiszeitung 15.04.2013

Metal-Export nach Russland

Sie spielen erst seit 2010 zusammen, haben bereits zwei Videos abgedreht und eine EP produziert. Gerade war die Industrial-Rockband „Taina“ aus Rotenburg zu einer Mini-Tournee in Russland.

Wir sprachen mit den drei Musikern über deutschen Rock-Metal im Ausland, professionelle Russen und musikalische Übersättigung.

Bisher sind Sie vor allem in Rotenburg und umzu aufgetreten. Jetzt Russland – wie kommt das?

SerZh: Wir haben Kontakt zu zwei russischen Bands, die auf unser Betreiben schon beide hier aufgetreten sind: Gastello aus Moskau beim letzten Metal4Splash, die St. Petersburger Nu-Nation im Rahmen ihrer Deutschlandtournee im vergangenen September. Beide Bands sind in ihrer Heimat auch als Konzertveranstalter aktiv. Ihre Gegeneinladungen nach Moskau und St. Petersburg haben wir natürlich gern angenommen.

Wie laufen die Konzerte dort ab? Entsprach das dem, was Sie sich ausgemalt hatten?

Vlast: Wir haben mit mehreren Bands in zwei größeren Clubs mit 600 bis 700 Leuten Fassungsvermögen gespielt. Das war unglaublich professionell: Richtig gutes Licht, 1a Sound, professionelle Betreuung – das hatten wir so nicht erwartet. Bombastisch! Und endlich war mal eine Bühne groß genug, dass man sich auch darauf bewegen konnte.

SerZh: Neben den Bands gab es auch Tanzperformances, Jongleure und einen schrägen Zirkus – so eine Art Freakshow. Etwas Vergleichbares habe ich noch nie gesehen. Da kann man sich auf jeden Fall etwas abgucken, gerade für unsere Elektroparts, wo wir sonst nur auf der Bühne herumstehen.

Können die russischen Fans mit deutschem Metal überhaupt etwas anfangen?

SerZh: Wir wurden überraschend gut aufgenommen! Unser Sänger hat nach der Show mit vielen Besuchern gesprochen. Die Reaktionen auf unsere Gigs waren sehr positiv. Einige haben tatsächlich getanzt. In Moskau hieß die Veranstaltung „Industrial Deutschnight“, da waren wir mit Taina als einzig internationale Band ganz oben auf dem Flyer. Danach wurden auch viele deutsche Bands aufgelegt – Rammstein, The Prodigy. Bands wie Ostfront, Eisbrecher oder Stahlmannn sind dort sehr angesagt.

Ist deutscher Metal anders als russischer?

Vlast: Bei vielen russischen Bands hört man schon, dass da eher asiatische als europäische Einflüsse zum Tragen kommen, die Songs haben eine ganz andere Struktur. Bei anderen Bands wie „Nu-Nation“ ist das nicht so, die klingen eher amerikanisch. Vielleicht liegt es auch an der deutschen Aussprache, die ja relativ hart klingt, dass deutsche Bands dort gerade angesagt sind. Vielleicht ist es bei einigen aber auch eine Form des Protestes oder der Systemkritik.

Quelle: http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg/metal-export-nach-russland-2850658.html


Rotenburger Rundschau 08.04.2013

Taina rockt Russland

Tour durch Clubs in Moskau und St.Petersburg

Die Taina-Musiker waren von der Bühnentechnik in den russischen Clubs begeistert. Technik, die begeistert: „Ich hätte nicht erwartet, wie professionell die Veranstalter dort arbeiten“, schwärmte Gitarrist SerZh, der mit seinen Bandkollegen von Taina, WoLand (Gesang) und Vlast (Drums), durch Clubs in Moskau und St. Petersburg tingelte und nach der Rückkehr von den Erlebnissen ihrer Russlandtour berichtet.

„Wir hatten ja erst ein paar Live-Auftritte mit Taina absolviert und waren ganz gespannt, wie wir in den Metropolen ankommen“, schildert der Rocker mit russischen Wurzeln (SerZh stammt gebürtig aus der Nähe von Nowosibirsk) die gemischten Gefühle. Schließlich passe ihr Musikstil mit einer Mischung aus Industrial- und Elektrorock mit surrealen Texten in keine Schublade. Lampenfieber war also vorprogrammiert.

Das legte sich aber, sobald das Trio mit seinem skurilen Bühnenoutfit, mit weißgeschminkten Gesichtern und schwarzumrandeten Augen vor das Publikum traten und die ersten Klänge zu Gehör gaben. „Die Leute sind toll mitgegangen“, freute sich SerZh über die positive Resonanz. „In Gesprächen nach unseren Auftritten haben wir von unseren Zuschauern viel Lob eingeheimst.“

Das konnte er angesichts der Professionalität der Konzertveranstalter zurückgeben. „In den Clubs haben wir Technik auf dem neusten Niveau vorgefunden. Die Mitarbeiter waren sehr kompetent. Licht und Sound auf der Bühne waren hervorragend. Soviel Kompetenz hatte ich nicht erwartet.“

Diese Professionalität wurde vor dem ersten Auftritt in St. Petersburg unter Beweis gestellt. Der Gig drohte durch einen Autounfall auf der Fahrt dorthin zu platzen. Gott sei Dank gab es nur Blechschaden. „Aber wir haben uns doch sehr verspätet und es mit dem Taxi gerade noch rechtzeitig geschafft.“ Allerdings war der Kofferraum ihres Fahrzeugs dermaßen eingedrückt, dass er sich nicht öffnen ließ und die Taina-Rocker nicht an ihr Equipment herankamen. Die Veranstalter konnten aber mit Instrumenten und Verstärkern aushelfen, sodass auch dieses Gastspiel erfolgreich über die Bühne ging.

„Die Menschen sind sehr nett und gastfreundlich“, berichtet Tschernow, der als Organisator diverser Metalfestivals und Ex-Sniper-Mitglied gute Kontakte zu russischen Bands wie Gastello und Nu-Nation sowie Veranstaltern unterhält. Während ihres einwöchigen Aufenthalts übernachteten sie bei Freunden.

Sightseeing kam natürlich auch nicht zu kurz. Besonders beeindruckend fanden die Taina-Freunde die beleuchtete Newa in St. Petersburg mit ihren Klappbrücken sowie die Kulisse auf dem Roten Platz mit Kreml, Basilius-Kathedrale und Bolschoj-Theater. „Wenn Du direkt davor stehst, ist alles natürlich viel beeindruckender, als die Bilder im Fernsehen“, schwärmt SerZh.

Mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Eindrücken sowie der Einladung einer bekannten Band zu einer größeren Russlandtournee im Gepäck traten die drei Taina-Jungs die Heimreise an. „Wir werden sehen, wie sich das noch entwickelt.“ Bilder der Tour können Fans im Internet auf der Homepage www.Tainamusic.de und auf Facebook betrachten.

Quelle: http://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/full/data_anzeigen.php?dataid=100641&page=1&searchValue=Taina


Sonic Seducer 10/2012

Hart aber Herzlich


Die Herren nennen sich WoLand, SerZh und Vlast und füllen eine musikalische Lücke für alle, die die mitreißende Energie Clawfingers vermisst haben: Taina liefern einen frischen Sound im Bereich der harten Musikaußerhalb klassischer Schubladen. Mastermind WoLand gibt einen Bericht über den Stand der Dinge.
 
Das Jahr 2012 hatte die Veröffentlichung ihrer EP „Illusion“ und den Dreh eines Musikvideos zum titelgebenden Track auf der Liste gefolgt von viel positivem Feedback für Taina. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem, was wir mit begrenzten Mitteln und sehr wenige Zeit auf die Beine gestellt haben“, bestätigt WoLand, „wir haben ein sehr gutes Gefühl für die Zukunft. Jetzt heißt es: Dranbleiben und genauso intensiv weitermachen.“

Die Band hat alles selbst in der Hand. Neben der Musik entsteht alles von der Webseite bis zum Coverdesign unter Eigenregie. Für die Aufnahmen für „Illusion“ wurde Metal-Urgestein Andy Classen engagiert, die Zusammenarbeit beschreibt WoLand so: „Andy ist ein dufte Typ – locker, entgegenkommend und trotzdem hochprofessionell. Er stand uns hilfreich zur Seite, aber ließ uns alle Freiheiten, das Ergebnis nach unseren Vorstellungen zu formen.“ Derzeit arbeitet die Combo fieberhaft an ihrem Programm für die Bühne, denn sie wollen laut WoLand „so viel wie möglich rumkommen“, damit die von dem Songs ausgehende Energie mit den Leuten geteilt werden kann.

Vom Videodreh gibt WoLand folgende Anekdote preis: „Wir hatten meinen Alufolienanzug mit einem Farbbeutel präpariert, der mit einem Skalpell in der Arzt-Szene aufgeschnitten werden sollte. Unter Zeitdruck setzte Vlast den Schnitt überaus motiviert an, aus dem eine viel zu große Fontäne schoss. Das sah grotesk und nach übelstem Splatter aus, bis nach einer Ewigkeit alle Farbe verspritzt war. Wir haben Tränen gelacht, aber die Szene tatsächlich so gelassen.“

Den Clip kann man auf der Bandhomepage bewundern, wo man auch die EP „Illusion“ kostenlos ziehen darf. Rock on!

Quelle: Sonic Seducer / Talent-Corner


01.08.2012 - ROW-people

Den kompletten Artikel gibt es hier: http://www.row-people.de/news/news.php?id=4625

Rotenburg statt Stockholm

ROW-People: Und? Seid ihr schon heiß?

Sänger WoLand: Du kannst dir gar nicht vorstellen wie heiß! Die Klamotten sind schon mit Brandlöchern übersät und dichte Rauchwolken kommen aus der Nase. Wir brennen förmlich darauf, den Proberaum endlich zu verlassen und die angestaute Energie in die weite Welt freizulassen.

Eure Videos strahlen eine ganz eigene Ästhetik aus. Was für Schmankerln gibt’s auf der Bühne?

Wir haben natürlich schon viele Ideen, aber eine konkrete Vorstellung existiert nocht nicht. Vielleicht sage ich es aber einfach nur, um nicht zuviel zu verraten... Nun gut, dir verrate ich was, weil ihr uns immer so gut supportet. Serzh will es auf jeden Fall schrill und bunt, also mit viel Konfetti und einer großen Discokugel. Vlast wünscht sich Drum-Felle aus Hamstern und nackte Wikinger-Männer als Mikrofonständer. Meine Vorstellung geht eher in die Richtung von Vlast, aber mit Frauen anstatt von Männern. Hahaha... Jetzt aber im Ernst: Der Fokus wird erstmal ganz klar auf der Musik liegen ohne die visuelle Komponente vollkommen zu vernachlässigen. Und es wird Überraschungen geben.

Was gibt es auf die Ohren?

Natürlich werden wir alle Stücke von der Illusion EP spielen, aber auch brandneues Material. Sonst wäre der Gig ja auch bereits nach 15 Minuten zuende (lacht). Man sollte keinen Einheitsbrei erwarten, wenn man zu unseren Konzerten kommt. Offenheit ist angesagt und gute Laune. Und bequeme Klamottem zum Schwingen des Tanzbeins...

Was plant ihr für die Zukunft? Stehen schon weitere Termine oder sogar ein ganzes Album an?

Weitere Termine sind noch nicht zu 100 Prozent bestätigt, obwohl wir schon an diversen Sachen dran sind. Ein Album ist natürlich in Planung, aber liegt noch in weiter Ferne. Für uns heißt es jetzt neue Songs schreiben und proben, proben, proben. In der Zukunft möchten wir so viel wie möglich spielen und ein bischen rumkommen. Das ist erstmal das Wichtigste.

Und eines noch: War nicht irgendwann einmal die Rede davon, euren ersten Auftritt vor Publikum in Stockholm anstelle von Rotenburg zu absolvieren?

Diese Frage kann dir nur Serzh beantworten (lacht).


22.12.2011 - ROW-people

Den kompletten Artikel gibt es hier: http://www.row-people.de/news/news.php?id=4267

WoLand im Interview

Row-People: Was habt ihr da nun wieder gemacht?

WoLand: Nachdem wir bei den Dreharbeiten zu „I Feel Rage“ Blut geleckt haben, war es nur eine Frage der Zeit bis die Arbeit zum Nachfolger „Illusion“ aufgenommen wird. Wir haben schon vor Monaten angefangen die ersten Vorbereitungen zu treffen, da uns die neue Location, gestellt von der Kreiszeitung Rotenburg, ganz neue Möglichkeiten eröffnete. Zum Beispiel hatten wir endlich Platz, um für die Bandszenen eine komplette Bühne inklusive Lichtanlage und Beamer aufzubauen. Außerdem haben wir diesmal auch eine richtige Story gedreht, die in unterschiedlichen Räumen spielt. In dieser Halle gibt es eine Menge dreckiges verrostetes Zeugs, was das Herz jedes Industrial-Freaks höher schlagen lässt. Das passt perfekt zum Drehbuch und dem Song.

Row-People: Welchen Stellenwert haben Videos für euch?

WoLand: In erster Linie macht es einfach enorm viel Spaß. Und es stellt eine gute Möglichkeit dar, Aufmerksamkeit auf die Band zu ziehen. Es ist auch einfach spannend mit dem Medium Video zu experimentieren, weil es schier unendliche Möglichkeiten bietet. Gerade weil wir kein Budget zur Verfügung haben, wird die Kreativität stark gefördert. Man arbeitet viel, lernt viel und lacht viel. Es ist auch toll zu sehen, wie gut man als Team funktioniert. Damit meine ich nicht nur die Band sondern auch die Zusammenarbeit mit unserem Kameramann Thomas, der Schauspielerin Katja und den Helfer Sammy und Buddy.

Row-People: Wann und wo soll das Video zu sehen sein?

WoLand: Das Video gibt es wahrscheinlich im Februar auf unserer Website http://www.tainamusic.de. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber Thomas schneidet schon fleißig.

Row-People: Fehlt ja nur noch das Album dazu...

WoLand: Das Album wird Anfang Januar von Andy Classen gemastert und erscheint dann im Februar. Eine weitere gute Nachricht ist, dass die komplette EP vollkommen kostenlos angeboten wird. Somit erhält jeder die Gelegenheit schon mal die Texte zu lernen, bis die Gigs losgehen.

Row-People: Welche Idee steckt hinter dfem neuen Video?

WoLand: Ich habe die erste Version des Drehbuchs bereits im Juni fertiggestellt. Es orientiert sich an die Bilder, die ich im Kopf hatte, während ich die Lyrics zu dem Song schrieb. Im Laufe der Zeit floßen auch zahlreiche Ideen von Serzh und Vlast in das Drehbuch mit ein, was es deutlich aufgewertet hat. Im Grunde geht es in dem Video darum, dass ein entflohener Verbrecher (gespielt von mir) nach einer langen Zeit für seine Taten überraschenderweise doch bezahlen muss. Ob die Peiniger (gespielt von Serzh und Vlast) dabei reale Personen sind oder nur das Gewissen des Protagonisten symbolisieren sollen, ist dabei dem Zuschauer überlassen. Auch das Ende ist alles andere als eindeutig und lässt offen, ob das ganze nicht sowieso nur eine Illusion war.

Row-People: Könnt ihr nicht mal was Nettes machen, zum Beispiel mit Blumen?

WoLand: Wir sind ja eigentlich wirklich nette Menschen, die Omas über die Straße helfen und nach dem Videodreh die Regenwürmer in die Freiheit entlassen. Keine Ahnung warum uns solche Phantasien verfolgen. Die sind einfach da.

Row-People: Und das Mädchen da auf den Bildern...das tat doch bestimmt weh!?

WoLand: Oh nein, wir haben das Mädchen vergessen! Liegt sie da noch? Neee... Katja hat einen tollen Job gemacht und hatte sichtbar Spaß an der Sache. Vor allem nachdem sie erfahren hat, dass sie nicht nur eine Leiche spielen soll...


01.07.2011 - ROW-people

Den kompletten Artikel gibt es hier: http://www.row-people.de/news/news.php?id=4058

Hören statt erklären

Warum Taina?

Woland: "Na weil es ein schöner finnischer Frauenname ist, warum sonst? Und für alle, die es wirklich interessiert: Taina kommt aus dem Russischen und bedeutet Geheimnis. Wir möchten sowohl lyrisch als auch musikalisch die Abgründe der menschlichen Psyche erforschen, die Randgebiete, in denen man auf einer Messerspitze balanciert und ein längst vergessenes Geheimnis, das Gleichgewicht verändern und über Leben und Tod entscheiden kann."

...klingt aber auch einfach gut, oder?

"Klar. Jedes Pärchen, das seine Tochter Taina nennt, bekommt freien Eintritt für alle Taina-Gigs auf Lebenszeit. Es lohnt sich also."

Mal echt jetzt: Was soll das mit dieser Band eigentlich alles?

"Das habe ich auch gedacht als !Ser[Ж]zh! mich vor rund einem Jahr angerufen und gefragt hat, ob ich nicht Lust auf ein gemeinsames Projekt hätte. Eigentlich war es eher: 'Wie zur Hölle soll das funktionieren?' Ich kannte ihn zudem schon länger privat und wusste, dass er in einer Death/Trash-Metal-Band gespielt hatte. Meine Vorlieben lagen dagegen mehr im Bereich Rock/Industrial/Noise/ Electro. Es hat sich aber schon sehr schnell herausgestellt, dass wir beide musikalisch sehr offen sind und Musik aus nahezu allen Genres in unseren Mp3-Sammlungen haben. Das gleiche gilt auch für Vlast, der erst später dazu kam. Ich denke, die Offenheit gegenüber anderen Musikrichtungen ist ein wichtiges Kriterium, um bei Taina dabei sein zu können."

Was ist das für Musik?

"Na hoffentlich gute und eigenständige! Klingt als würde in einer Industriehalle eine Metallplatte auf einen Elektroverteiler fallen... Ich hasse es ganz ehrlich, Musik mit Worten zu beschreiben. Musik muss man hören!"

Wo spielt ihr wann live?

"Hoffentlich verdammt bald. Wir sind schon so heiß auf Gigs. Aber realistisch betrachtet läuft nichts vor 2012. Dann aber richtig! Der erste Auftritt wird entweder in Rotenburg oder Stockholm stattfinden."

Aber muss das denn sein mit dem Geschminke?

"Eigentlich hat !Ser[Ж]zh! uns dazu gezwungen. Irgendwie steht er auf geschminkte Männer. Aber als er zum Foto-Shooting in einem Frauenkleid ankam, wurde es sogar uns zu viel... Nein, jetzt im Ernst, wir machen einfach das, worauf wir Lust haben. Außerdem mögen wir Bands, die einen großen Wert auf Entertainment legen. Prodigy, Skinny Puppy, Nine Inch Nails, Marilyn Manson - all diese Bands haben sich auch geschminkt und so großartig übertriebene Live-Shows gemacht. Und dass auch wir es vorhaben, live für reichlich Action zu sorgen, kann man, denke ich, bereits an dem Video ablesen, welches am 30.06. veröffentlicht wird."